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Auf ein Wort...

Öffne deinen Mund für den Stummen,
für das Recht aller Schwachen!

Spr. 31,8

Erster Impuls:
Ein wahrhaft diakonischer Vers, der in der Präambel der Grundsätze für das Leben und Arbeiten in Sarepta/Nazareth stehen könnte. Gelesen, bejaht, abgelegt.

Halt, stopp, ruft meine innere Stimme. Schau doch mal genauer hin!

Na gut, ein zweiter Blick auf den Vers und seinen Kontext (V. 1-6) – und drei Überraschungen:

  1. dieser Vers ist Teil einer Rede, die eine Frau, eine Mutter an ihren Sohn, den König, richtet.
  2. Sie ermahnt ihn, sich nicht mit Sex und Alkohol den Blick auf die Lebenswirklichkeit seiner Untertanen zu verstellen und damit der Ungerechtigkeit freien Lauf zu lassen.
  3. Die Untertanen sollen den Alkohol bekommen, damit sie die Bitterkeit, die Armut und ihr Elend vergessen.

Und nun?

Ein Versuch, den Text mit meinem Leben in Verbindung zu bringen. Ich bin keine Königin, aber ich sitze auch nicht in Elend und Armut, sondern dazwischen, in der Mitte.

Ich habe Vorgesetzte, die nüchtern gestalten und entscheiden sollen zum Wohle der ihnen anvertrauten Menschen.

Ich arbeite mit Menschen, die sich trauen, mir ihre Bitterkeit, ihr Elend und ihre Armut mitzuteilen.

Sie verlassen sich darauf, dass ich ihr Vertrauen nicht missbrauche, sondern mit ihnen das Leben gestalte und Wege zu Entscheidungen begleite. Statt Alkohol braucht es dabei so manche Tasse Kaffee und die ein oder andere Zigarette …

Und wo bleibt Gott?

Das gesamte Buch der Sprichwörter gehört in die altorientalische Weisheitslehre, die das Volk Israel mit seinen Nachbarvölkern verbindet. Allerdings weiß Israel, dass ein gelungenes Leben nicht von der Klugheit der Menschen abhängt, sondern von der Befolgung des Willens Gottes. Als Vorbild dafür gilt König Salomo. Gott leuchtet also durch unseren Text hindurch.

Dagmar Suckow | Diakonin in der ambulanten Eingliederungshilfe Paderborn

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • Jubilate (03.05.)
    Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. | 2. Kor 5,17
    EG 110 Die ganze Welt, Herr Jesu Christ / EG 432 Gott gab uns Atem
  • Kantate (10.05.)
    Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. | Ps 98,1
    EG 302 Du meine Seele, singe / EG.E 19 Ich sing dir mein Lied
  • Rogate (17.05.)
    Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. | Ps 66,20
    EG 344 Vater unser im Himmelreich / EG.E 9 Unser Vater (Bist zu uns wie ein Vater)
  • Exaudi (24.05.)
    Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. | Joh 12,32
    EG 128 Heilger Geist, du Tröster mein / EG 136 O komm, du Geist der Wahrheit
  • Pfingstsonntag (31.05.)
    Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. | Sach 4,6b
    EG 126 Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist / EG.E 7 Atme in uns, Heiliger Geist

 

 

„…er ist wie du!“

ich bin sozialversichert –
er ist von Almosen abhängig

ich bin satt –
er ist hungrig

ich habe mein Einkommen –
er hat kein Auskommen

ich lebe in einer Mehrzimmerwohnung –
er muss sich einen Raum mit Vielen teilen

ich kann mir Urlaub im Ausland leisten –
er bedient mich dort für einen Hungerlohn

ich kann mir zu essen kaufen was ich will –
er wühlt auf Müllhalden nach Essbarem

ich kleide mich nach der neuesten Mode –
er wird durch Altkleiderspenden ruiniert

ich habe gute Bildungschancen –
er kann weder lesen noch schreiben

ich schütze mich vor dem Flüchtling –
er flüchtet sich voller Hoffnung zu mir

ich bezeichne mich als Christ –
auch deshalb rechnet er mit mir

ich möchte nicht mit ihm tauschen
und: noch nicht einmal mit ihm teilen

… er ist wie ich?

er könnte es werden
wenn ich mich in ihn hineinversetzte
und endlich begreifen würde
was du mein gott von mir forderst:

„liebe deinen nächsten, er ist wie du!“

© Friedel Eichler

 

 

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